Von der IT zum Gemeinschaftseinkauf über Marketingstrategien und Werbekonzepte für den lokalen Markt bis hin zu Produktentwicklungen – die Leistungen einer Franchise-Zentrale sind vielfältig und verfolgen im Kern immer ein Ziel: die unternehmerische Unterstützung des Franchise-Partners.
Anders als ein Einzelkämpfer müssen Partner eines Systems nicht bei „null“ anfangen und profitieren von einem getesteten und markterprobten Geschäftskonzept. Das vom Franchise-Geber bereitgestelte, „schlüsselfertige Unternehmen“ und die konsequente Arbeitsteilung im System vereinfachen den Markteinstieg und die Marktverankerung sowie – je nach Konzept – das weitere Unternehmenswachstum mit mehreren Betrieben.
1. Beschaffungsmarkt und Wareneinkauf:
Franchise kann den Nachteil von kleinen Unternehmen auf dem Beschaffungsmarkt ausgleichen. Franchise-Partner profitieren hier von günstigeren Konditionen bei den Lieferanten über die für Franchise-Systeme typische Mengenbündelung. Damit können Franchise-Partner ihren Kunden ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis bieten, sich wettbewerbsfähig am Markt aufstellen und im Endeffekt höhere Renditen erwirtschaften als vergleichbare Einzelunternehmen.
2. Finanzierung:
Viele Franchise-Geber haben die Zugangsbarrieren insbesondere bei den Investitionen und bei der Dauer zum Break-Even im Laufe der Zeit reduziert: Mehr als die Hälfte aller Franchise-Systeme verlangt von ihren Partnern Investitionen von weniger als 100.000 Euro für die Selbstständigkeit. Der Zeitraum bis zum Erreichen des Break-even-Punktes hat sich in den letzten Jahren sukzessive auf durchschnittlich 8,5 Monate verkürzt. Neuen Unternehmern und ihren Banken fällt damit die Finanzierung leichter; nicht zuletzt auch deshalb, weil sich einige Banken dem Thema Franchise angenommen haben und hier spezielle Dienstleistungen anbieten.
3. Absatzmarkt und Marktauftritt:
Leistungsstarke Franchise-Systeme stellen ihren Franchise-Partnern einen exakt definierten Unternehmenstyp zur Verfügung. Dazu gehören insbesondere der Marktauftritt, das Marketingkonzept und ein Konzept zur Kundengewinnung und -bindung. Die Umsetzung dieser Bausteine nach den Systemstandards geht immer auch mit einer Beschränkung der persönlichen Gestaltungsfreiheit einher. Doch das ist das eigentlich Besondere und die Stärke von Franchise: Denn erst durch die Verwendung eines einheitlichen Unternehmens- und Marketingkonzeptes kann die gewollte Markenwelt aufgebaut werden, die dem Franchise-Partner den Markteinstieg und die Marktverankerung erheblich erleichtern kann. Zudem erweist sich die Durchführung von regionalen Werbe- und Verkaufsförderungsmaßnahmen als Erfolgsfaktor. In der Regel kann ein Franchise-Partner dabei einfach und kostengünstig auf bereits erprobte Instrumente der Franchise-Zentrale zurückgreifen.
4. Betriebsprozesse (Operations):
Neben dem Marketing profitiert ein Franchise-Partner von den definierten und standardisierten Betriebsprozessen, deren Umsetzung und Anwendung für den Partner die Betriebsführung erleichtern sowie ein einheitliches Produkt- und Serviceangebot innerhalb des Systems sichern.
5. Unternehmerisches Engagement:
Aufgabe des Franchise-Partners ist es, sein Unternehmen aufzubauen und nachhaltig in die Expansion zu führen sowie die entsprechende Markenwelt für den Kunden „erlebbar“ zu machen. Als selbstständiger Unternehmer ist er dabei in eigenem Namen und auf eigene Rechnung an seinem Marktplatz aktiv. Gefordert werden hier vor allem teamorientiertes Arbeiten nach den systemspezifischen Standards und der Wille, sich als Unternehmer auf die Erschließung des regionalen Markts zu konzentrieren. In der Praxis geht dies meist mit einem überdurchschnittlichen Arbeitseinsatz einher. Eine 60-Stunden-Woche ist vor allem am Anfang der Unternehmung die Regel. Denn auch hier gilt: Von nichts kommt nichts!
6. Unternehmensberatung und Schulung:
Unternehmensberatung, Controlling-Instrumente und intensive Schulungen sichern nicht nur die Umsetzung der Qualitäts- und Systemstandards eines Franchise-Systems und fördern damit den einheitlichen Marktauftritt aller Standorte. Sie dienen für den Unternehmer auch als wichtige Unterstützungsleistung, um das eigene Unternehmen stetig weiter auszubauen. Betriebsvergleiche mit den anderen Franchise-Partnern im System ermöglichen so, eigene Stärken und Schwächen frühzeitig zu erkennen und darauf abgestimmte Maßnahmen zur Unternehmensführung zu entwickeln. Für den Wissenstransfer innerhalb eines Franchise-Systems bedient sich der Franchise-Geber auch verschiedenen Kommunikationsinstrumenten wie z.B. Newslettern, Telefonkonferenzen oder regelmäßigen Partnertreffen.
7. Forschung und Entwicklung:
Ein zeitgemäßer Ladenbau, neue Produkte und Dienstleistungen oder neue Instrumente zur Unternehmensführung – eine leistungsstarke Franchise-Zentrale verfügt hier über die erforderlichen Ressourcen und das Know-how für Innovationen und Neuerungen im System. Diese selbst aufzubauen, würde sich für den einzelnen Franchise-Partner in der Regel nicht lohnen. Sie sind aber wesentlich, um Wettbewerbsvorteile auszubauen oder mindestens zu sichern.
Die Selbstständigkeit mit einem Franchise-Konzept bietet also für viele Arbeitnehmer eine attraktive Alternative, die eigene Karriere zu beschleunigen. Die Franchise-Partnerschaft eignet sich für Menschen, die mit einem System im Rücken in ihren lokalen Märkten – im Vergleich zum Einzelunternehmer – einfacher, expansiver und somit insgesamt erfolgreicher unternehmen wollen. Das Rüstzeug dafür bieten Franchise-Systeme, die im Sinne von Markenfranchise aufgestellt sind. Sie ermöglichen ihren Franchise-Partnern in der Regel einen einfacheren lokalen Markteinstieg und Markterfolg. Zudem erhält der Franchise-Partner die Möglichkeit zur Filialisierung. Statt also ein Leben lang im eigenen Unternehmen zu arbeiten, rückt auch die Arbeit am eigenen Unternehmen immer stärker in den Fokus und eröffnet attraktive Karrierechancen.
Aber Vorsicht: Franchise bietet keine Sicherheit!
Franchise-Partner, denen es an unternehmerischer Denke, Verkaufstalent, Kapital und Führungswillen mangelt, werden hier genauso scheitern wie sie auch als Einzelunternehmer mit eigenem Geschäftskonzept gescheitert wären. Franchise reduziert – im Vergleich zum Einzelunternehmer – das unternehmerische Risiko nur, wenn
- der Franchise-Geber leistungsstark und erfolgreich ist;
- das Unternehmens-, Marketing- und Verkaufskonzept für den Franchise-Partner am lokalen Markt tatsächlich umsetzbar ist;
- der Franchise-Partner über eine ausreichende Investitions- und Kapitalstärke verfügt und
- der Franchise-Partner Unternehmer genug ist, um seinen Markt zu entwickeln und auszuschöpfen.
Testen Sie hier, ob eine Franchise-Partnerschaft das Richtige für Sie wäre.